Zurück Index Weiter

3.1  Modul Wärmebedarf

3.1.1  Nach HEA

Dies ist das einfachste und schnellste, aber auch ungenaueste Berechnungsverfahren, da hierbei mit stark vereinfachten pauschalen Daten gerechnet wird. Diese Methode wird vorwiegend zur Angebotserstellung (Kostenschätzung) verwendet, wenn noch keine Angaben aus dem Wärmeschutznachweis oder die Berechnung nach DIN 4701 vorliegen.
Im obersten Auswahlfeld Baujahr ist das Baujahr des Gebäudes durch Anklicken auszuwählen. Dadurch werden die unterschiedlichen Bauausführungen, insbesondere hinsichtlich Wärmedämmung, berücksichtigt.
Beim Auswahlfeld Wärmedämmung werden (bis zur Einführung der Wärmeschutzverordnung 1995) die bis dahin möglichen unterschiedlichen Wärmedämmungen, bis hin zum "Niedrigendergiehaus NEH" unterschieden. Für nach 1995 errichtete Gebäude wird nur noch nach dem Standard (Vollgedämmt) oder dem besseren NEH-Standard unterschieden.
Die Unterscheidung der Gebäudeart berücksichtigt die unterschiedlichen Wärmeverluste aufgrund des A/V-Verhältnisses. Das A/V-Verhältnis gibt das Verhältnis der wärmeübertragenden Gebäudeaußenfläche zum eingeschlossenen Volumen an.
Im Auswahlfeld Freie Hausseiten wird angegeben, wie viel Außenwände das Gebäude hat.
Die Unterscheidung des Gebäude Standorts Ost- oder Westdeutschland ist für die Gebäude von Bedeutung, die vor der Wiedervereinigung errichtet wurden, da es hier unterschiedliche gesetzliche Vorgaben hinsichtlich der Wärmeschutzmaßnahmen gab.
Die beiden Ergebnisse "Raum" und "Gebäude" berücksichtigen den Gleichzeitigkeitsfaktor. Das bedeutet, dass das Ergebnis für "Raum" davon ausgeht, dass es sich um einen einzelnen Raum (z.B. Halle) handelt, die beheizt werden soll. Das Ergebnis für "Gebäude" geht davon aus, dass es mehrere Räume in dem Gebäude gibt, wobei einzelne niedriger oder unbeheizt sind. Dies wird durch einen Minderungsfaktor berücksichtigt.
 

Bildschirmfoto Modul Wärmebedarf nach HEA
nach oben nach unten     



3.1.2  Nach VDI 2067 (I)

Die Auswahl des Heizsystems ist hier nur zur Ermittlung des "Anlagennutzungsgrades" von Bedeutung. Als wichtigste Kenngrößen müssen neben der zu beheizenden Fläche (EBF- Energie-Bezugs-Fläche) die "Jahres-Vollbenutzungs-Stunden" für Heizung (und bei Bedarf Warmwasser) sowie der Jahresheizenergiebedarf eingetragen werden.
Die Vollbenutzunsstunden können als Vorgabe aus dem Verfahren nach VDI 2067 (II) entnommen werden.
 

Bildschirmfoto Modul Wärmebedarf nach VDI 2067 (I)
nach oben nach unten     



3.1.3  Nach VDI 2067 (II)

Für die Eingabe der "Vollbenutzungsstunden bVH" kann die Vorgabe aus VDI 2067 benutzt werden, in dem der entsprechende Gebäudetyp angeklickt wird. Die Vorgabe (z.B. 2400h für ein Krankenhaus) kann im darunter liegenden (weiß unterlegten) Eingabefeld überschrieben werden. Das darunter befindliche Eingabefeld "Umrechnungsfaktor fV" berücksichtigt den Gebäudestandort, oder genauer, die vom Standort Raum Düsseldorf abweichende mittlere Außentemperatur. Die Auswahl erfolgt durch Klicken auf den Knopf rechts neben dem Eingabefeld. Nach Eingabe des "Jahres-Heizenergieverbrauchs QHa" aus den Angabe des Wärmeschutznachweises wird als Ergebnis der Gebäudewärmebedarf QN angezeigt.
 

Bildschirmfoto Modul Wärmebedarf nach VDI 2067 (II)
nach oben nach unten     



3.1.4  Nach DIN 4108

In das Feld "Umfassungsfläche" ist die gesamte Umfassungsfläche der wärmeübertragenden Bauhülle des Gebäudes in m² einzutragen.
In das Feld "Bauwerksvolumen" ist das von der Umfassungsfläche der wärmeübertragenden Bauhülle eingeschlossene Volumen in m³ einzutragen.
Als "mittlerer k-Wert" ist der zusammengesetzte (über die gesamte Fläche gemittelte) k-Wert einzutragen. Bei einer Schätzung muß die Wichtung entsprechend der Flächengröße erfolgen.
Als Innentemperatur ist die nach DIN 4701 vorgegebene Norm-Innentemperatur (z.B. 20°C für Wohnräume) einzutragen, wenn das Gebäude ein normales Wohnhaus ist. Bei anteilig größeren (mehreren) Räumen mit niedrigerer Innentemperatur (z.B. Gewerberäume mit Innentemperatur von 18°C) kann diese Temperatur eingetragen werden.
Als Außentemperatur ist die standortbezogene "Norm-Außentemperatur" nach DIN 4701 einzutragen.
Je nach dem, ob bei den Maßangaben die Gebäude-Innen oder -Außenmaße eingtragen werden, ist mit oder ohne Korrekturfaktor zu rechnen, d.h. wenn die InnenmaÖe (wie nach DIN 4701) eingetragen wurden, ist das Kästchen "Korrekturfaktor" anzuklicken (Häkchen erscheint).

 

Bildschirmfoto Modul Wärmebedarf nach DIN 4108
nach oben nach unten     



3.1.5  Nach dem bisherigen Heizenergieverbrauch

Wenn der durchschnittliche Erdgas- oder Heizölverbrauch aus mehreren Jahren bekannt ist, kann durch Eintragen dieses Wertes eine Abschätzung des Gebäudewärmebedarfs erfolgen. Dazu ist nur das Heizsystem auszuwählen und der Wert des Brennstoffverbrauchs in das Eingabefeld einzutragen.
 

Bildschirmfoto Modul Wärmebedarf nach dem bisherigen Heizenergieverbrauch
nach oben nach unten     


Zurück Index Weiter